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Pressemitteilung zum Tag der offenen Tür im Wasserwerk Tremsdorf

2. Mai 2017

Tag der offenen Tür am 28. April  im Wasserwerk Tremsdorf

Reines Trinkwasser aus Tremsdorf auch für Fresdorf und Stücken

Am 28. April 2017 fand im modernisierten und erweiterten Wasserwerk Tremsdorf ein Tag der offenen Tür statt. Die Baumaßnahme ging auf einen Beschluss des Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WAZV) „Mittelgraben“ im Jahr 2015 zurück.

Mit diesem Vorhaben wurde erstmals das Trinkwasserversorgungsgebiet des Nuthetaler  Ortsteils Tremsdorf mit dem Ortsteil Fresdorf der Gemeinde Michendorf verbunden und gleichzeitig eine erhöhte Versorgungssicherheit geschaffen.

Um das Wasser zuverlässig von einem Ort zum anderen transportieren zu können, wurde eine mehr als  2,5 Kilometer lange Transportleitung verlegt und das bei einer Gesamtbauzeit von weniger als vier Monaten. Mehr als 1 000 Bürger aus Tremsdorf, Stücken, Fresdorf und Wildenbruch werden jetzt mit naturnah aufbereitetem Wasser aus dem  Wasserwerk Tremsdorf versorgt.

„Das Wasser“, so Andreas Roos, der bei der MWA zuständige Meister für die Wasserwerke, „liegt immerhin fast 150 Meter unter der Erde, gut geschützt vor negativen Einflüssen und hat mit unter 10 Grad deutscher Härte einen recht geringen Härtegrad, der fast einsame Spitze in der Region ist.“

Laut Karin Krüger, bei der MWA verantwortlich für den Bereich Trinkwasser, zeichnet sich das Wasser noch dadurch aus, dass es artesisch ist. Es würde auch ohne Pumpen an der Geländeoberfläche herausfließen. Es wird über Kiesfilter gepumpt, in welchen das nur in geringen Mengen vorhandene Mangan und Eisen herausgefiltert wird. Eine Desinfektion des Wassers ist auf Grund der guten Geschütztheit des Rohwassers nicht erforderlich.

„Neben der ausgezeichneten Qualität des Wassers“ so Torsten Könnemann, Prokurist der MWA und für den technischen Bereich verantwortlich, „steht und fällt die Arbeit des Wasserwerkes mit dem Thema Versorgungssicherheit. Jetzt gibt es vom Wasserwerk Tremsdorf eine Verbindungsleitung nach Fresdorf. Die würde bei eventuellen Störungen im Wasserwerk Tremsdorf dafür sorgen, dass auch in solch einem unwahrscheinlichen Fall Wasser aus den Hähnen in Tremsdorf fließen würde, dann jedoch aus dem Wasserwerk in Wildenbruch.“

Die Bauarbeiten wurden termingerecht und im geplanten Kostenrahmen realisiert. Die Ausführungsplanung und Bauüberwachung erfolgten durch das I.B.S. Ingenieurbüro für Siedlungswasserwirtschaft und Straßenbau aus Beelitz. Die Bauleistungen wurden von den Firmen Lankow Anlagenbau aus Neubrandenburg und Zerbe Tiefbau aus Brück umgesetzt.

Die Gesamthöhe der Investitionen für das Wasserwerk und die Trinkwasserverbindungsleitung betrug über 730 000 Euro und wurde mit Fördermitteln des Landes Brandenburg in Höhe von 30 Prozent unterstützt.

Felix von Streit
Geschäftsführer

 

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