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Pressemitteilung zur Erneuerung des Schmutzwasserpumpwerkes Irisgrund in Michendorf

24. April 2018

Auf der Grundlage des bestätigten Wirtschaftsplanes 2018 wird die Mittelmärkische Wasser -und Abwasser GmbH (MWA), im Auftrag des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Mittelgraben“ (WAZV), das Schmutzwasserpumpwerk Irisgrund in Michendorf, Ortsteil Wilhelmshorst erneuern.

Die Anlagen zur Schmutzwasserentsorgung in diesem Teil des Ortes wurden nach der deutschen Wiedervereinigung, beginnend im Jahr 1991, hergestellt. Das Schmutzwasserpumpwerk Irisgrund ist als Hauptpumpwerk für den gesamten Ortsteil Wilhelmshorst seit 1995 in Betrieb. Diesem Pumpwerk fließen im sogenannten Freigefällesystem; und damit völlig drucklos; häusliche Abwässer zu. Beim planmäßigen Betrieb gelangen die Abwässer, die aus den Grundstücken im Rosenweg, dem Fliederhang, der Dr.-Albert-Schweitzer-Straße und dem Irisgrund anfallen, in das Pumpwerk.

Bei Starkregenereignissen ist es darüber hinaus nicht auszuschließen, dass den häuslichen Abwässern kurzzeitig größere Mengen an Oberflächenwasser über die Öffnungen der Schachtbauwerke zufließen. Um zukünftig auch diese besonderen Betriebsbedingungen zu beherrschen, wird bei der Erneuerung des Pumpwerks eine der konkreten Situation entsprechende Steuerung und Regelung der Pumpentechnik gewährleistet. Das im Pumpwerk gesammelte Schmutzwasser wird dabei über ein System von Schmutzwasserdruckleitungen und Pumpwerken auf die zentrale Kläranlage Stahnsdorf aufgeleitet.

Um einen effizienten Einsatz des Betriebspersonals sichern zu können, wird das erneuerte Pumpwerk vorzugsweise über eine Datenfernübertragung gesteuert. Dies bedeutet, dass die Betriebsbedingungen des Pumpwerks jederzeit für das Servicepersonal elektronisch abrufbar sein müssen. Damit wird auch auf diesem Weg die bestmögliche Steuerung der Pumpentechnik erreicht. Ein wesentliches Ziel der Erneuerung des Pumpwerks besteht in der Reduzierung der Störanfälligkeit der Pumpentechnik auf ein technisch mögliches Minimum. Das führt zu einer Minimierung der Betriebskosten für diese Anlage und spart Geld.

Die MWA hat als beauftragte Betriebsführungsgesellschaft nur mittelbar Einfluss darauf, dass in die häuslichen Abwässer zunehmend Fremdstoffe aus Küchen- und Sanitäreinrichtungen entsorgt werden. Dieses Verhalten der Verbraucher hat in der Vergangenheit zu massiven Betriebsstörungen, nicht nur in diesem Pumpwerk, geführt. Um dieser Entwicklung besser entgegenwirken zu können, werden im Zuge der Erneuerungen der Anlagen, die vorhandenen Pumpen gegen neue ausgetauscht. Darüber hinaus wird der Sammelraum bautechnisch dauerhaft erneuert und die gesamte Anlagentechnik auf den neuesten Stand gebracht.

Für die Zeit der Erneuerungsarbeiten an dem Pumpwerk wird ein Überpumpbetrieb innerhalb des bestehenden Kanalnetzes aufgebaut und betrieben. Dazu wird im letzten Kontrollschacht vor dem Pumpwerk im Rosenweg eine Motorpumpe installiert, die über eine Schwimmerschaltung dafür sorgt, dass eine definierte Füllhöhe im Schacht aufrechterhalten wird. Eine eigens dazu installierte Datenfernübertragung ermöglicht dem Servicepersonal zu jeder Zeit eine Betriebskontrolle dieser Anlage.

Mittelmärkische Wasser- und Abwasser GmbH

Geschäftsführer

Felix von Streit

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